Clara Zetkin | Alphamädchen #17

Clara Josephine Zetkin (* 5. Juli 1857 – † 20. Juni 1933) war anscheinend eine Powerfrau, denn sie war nicht nur eine sozialistische deutsche Politikerin, sondern auch Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin. Außerdem war sie auch am Internationalen Arbeiterkongress von 1889 in Paris beteiligt. Durch diese Arbeit prägte sie die Entwicklung des Internationalen Frauentags.

Ihre Ziele

1892 brachte Zetkin die Frauenzeitschrift „Die Gleichheit“ heraus. Wie der Name schon sagt, ging es darin um die Gleichstellung von Mann und Frau. Verrückterweise genau das Ziel, was wir heute noch verfolgen. In ihrer Zeit bei der SPD gehörte sie zum linken Flügel der Partei. Ihren politischen Schwerpunkt legte Clara Zetkin auf das Frauenwahlrecht, freie Berufswahl und besondere Arbeitsschutzgesetze für Frauen. Wie immer frage ich mich, warum die Frauenwelt so benachteiligt wurde, wenn es um einfache Gesetze geht, die jedem zustehen sollten? Ihre Antikriegshaltung brachte sie während der Zeit des 1. Weltkriegs mehrmals in Haft, jedoch verfolgte sie ihre Ansichten weiter.

Zetkin trat der Partei KDP (Kommunistische Partei Deutschlands) bei. Von 1919 bis 1920 war Zetkin Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung Württembergs und dort eine unter den ersten 13 weiblichen Abgeordneten. Nach der Machtergreifung durch die NSDAP wurde die KDP aus dem Reichstag ausgeschlossen und Zetkin ging ein letztes Mal ins Exil in die Sowjetunion, dort ist sie 1933 gestorben.

Wir sind noch weit davon entfernt

Irgendwie fühlt es sich verrückt an, dass schon vor über 100 Jahren über das Thema der Gleichstellung von Mann und Frau diskutiert wurde und wir heute immer noch weit entfernt davon sind. Außerdem frage ich mich, wie viele heute Ihre politische Karriere für ihre persönliche Einstellung auf Spiel setzen würden.

(Bild-Quelle)

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