Mädchen oder Frau

Wieso heißt diese Seite überhaupt „Alphamädchen“ und nicht „Alphafrauen“? Zu allererst sind wir uns einig, dass Frauen über 18 Jahren gesellschaftlich „Frauen“ sind und keine „Mädchen“. Wir wissen auch, dass „Alphamännchen“ durchsetzungsstark, selbstbewusst und engagiert sind. Außerdem mag ich die Abwandlung von etablierten Worten.

Erwachsene Frauen als „Mädchen“ zu betiteln, klingt erstmal abwertend. Etwas „wie ein Mädchen“ (LINK) zu machen, ist im Sprachgebrauch etwas Negatives und Schwaches. Bei Mädchen denken viele an rosa Glitzerkleider und Barbiepuppen. Doch das ist die Schublade, in die man Mädchen häufig presst. Eigentlich sind Mädchen laut, neugierig und nehmen kein Blatt vor dem Mund – all das wird vielen aberzogen, weil „ein Mädchen“ so etwas nicht macht. In der Schule werden Mädchen viel gelobt, wenn sie ruhig, artig und harmlos sind. Es wird erwartet, dass sie „brav“ sind. Mädchen, die hinterfragen, kritisch sind und ihren Mund aufmachen, sollten aber mehr gefördert als ruhig gestellt werden. Ruhig und artig setzt sich einfach nicht in der Arbeitswelt und Gesellschaft durch. Ronja Räubertochter oder Pippi Langstrumpf sind fiktive Charaktere fernab von jeglichen Klischees und doch sind es Mädchen, die man überall findet – vermutlich öfter als Cinderella & Co.

Alphamädchen?

Alphamädchen sind Frauen, die sich gegen gesellschaftliche Regeln und Erwartungen stellen. Es sind Frauen, die laut sind und sich den Respekt holen, der ihnen zusteht. Alphamädchen packen an und haben kein Problem, neue Wege zu gehen. Anecken ist nicht das Ziel, aber manchmal der Weg zum Erfolg oder zu mehr Akzeptanz.

Wir möchten keine Jungs die Leiter runterschubsen, sondern mit ihnen gemeinsam an einem Strang ziehen und so das Tauziehen um gleiche Bezahlung, gleiche Rechte und Werte gewinnen. Auch finden wir Haare ziehen bei anderen Mädchen unnötig, wenn wir gemeinsam doch viel stärker sind. Wir sind alle starke Frauen, die das neugierige und wilde Mädchen in uns behalten haben. Wir wehren uns gegen das Klischee, ruhig und artig sein zu müssen, und beanspruchen auch männlich-behaftete Charaktereigenschaften für uns. Irgendwann auf dem Weg vom Kind zur Pubertät bemerken wir, dass es negativ ist etwas „wie ein Mädchen“ zu machen. Wir merken, dass wir bestimmte Dinge gar nicht machen sollen oder können, weil wir Mädchen sind. Entweder entwickeln wir dann einen Trotzkopf und machen es einfach trotzdem und zeigen allen, dass wir es können, oder wir resignieren und machen es nicht. Etwas „wie ein Mädchen“ zu machen, soll nichts Demütigendes oder Schwaches mehr sein. Denn Mädchen sind nicht schwach und bemitleidenswert. Tief im Inneren einer jeden Frau schlummert ein Alphamädchen, da bin ich mir sicher.

Wir behalten das Mädchen in uns

Viele der Frauen, die ich hier vorgestellt habe und noch vorstellen werde, haben das Alphamädchen in sich entdeckt oder nie verloren und allesamt sind starke, selbstbestimmte Frauen. Tagtäglich erkämpfen und behaupten sie ihren Platz in der Gesellschaft, dabei sind sie mit Mansplaining, Klischees und Bevormundung konfrontiert. Das Problem wurde erkannt. Aber nur, weil es schon immer so war, heißt es nicht, dass es immer so bleiben muss. Ein „Du kannst das nicht“ ist kein Grund, sich von etwas abhalten zu lassen. Stutenbissigkeit raubt nur Kraft, die man für sinnvollere Aktionen, Projekte und Ziele einsetzen kann.

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