Miriam Davoudvandi | Alphamädchen #31

Das Alphamädchen des Monats ist Miriam Davoudvandi. Die 26-Jährige kommt aus Rumänien und dem Iran und lebt mittlerweile in Berlin. Da Hip Hop und das Internet beides kleine Dörfer sind, wurden mir relativ schnell die Interviews der ehemaligen splash! Mag-Chefredakeurin in die Timeline gespült. Und ich fand sie gut!

Sie wollte Positionen und Meinungen von den Rappern hören, hakte nach, wenn sie ein Thema ansprachen. Doch auch außerhalb des Hip Hop-Kosmos macht sie auf wichtige Themen aufmerksam. Egal ob es die #metwo-Debatte ist, in der sie mit vielen anderen auf alltägliche rassistische Erfahrungen aufmerksam macht. Oder schreibt über die Reformidee von Jens Spahn über das “Terminservice- und Versorgungsgesetz” mit dem er Menschen, die psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen möchten/müssten die benötigte Therapiehilfe erschweren möchte. Miriam schreibt mehr als authentisch über Themen mit denen sie sich auskennt und diese sind eben vielseitig. Doch gerade das macht all das so nahbar.

Aber nicht nur das: Miriam legt auch als DJ in vielen Clubs und einigen Festivals auf. Kurz gesagt: Hip Hop, Feminismus, Mental Health und eine liebevolle Empathie – all das sind Themen denen sich Miriam mit gleich viel Hingabe widmet und immer wieder darauf aufmerksam macht. Außerdem zeigt sie mir persönlich immer wieder, dass es auch vollkommen okay ist soft zu sein und zu seinen Schwächen zu stehen. Danke dafür Miri!


Was treibt dich an?

Vermutlich Idealismus.

Woher schöpfst du deine Energie?

Ganz Klischee: Aus Musik und gutem Zuspruch von Freund_innen. Und natürlich ist es schön, wenn auch fremde Personen einem bestätigen, dass das, was man tut, gut ist – sei es, wenn jemand nach einem Gig zu mir kommt und sich freut oder wenn jemand einen netten Kommentar unter ein Video schreibt. Das motiviert schon.

Was macht für dich ein Alphamädchen aus?

Ehrlich gesagt tue ich mich mit der Bezeichnung Alphamädchen schwer. Für mich ist das Wort Alpha dank Kollegah (haha) mit total hängengebliebenen Werten verbunden. Und es klingt sehr nach immer schneller, immer weiter, Ellbogen raus und Selbstoptimierung. Und so bin ich eigentlich nicht. Aber ich verstehe natürlich, wie ihr das meint und das soll auch nicht böse klingen. Egal ob Krankenschwester, Arbeitslose, Managerin oder whatever – Ich würde sagen, dass ein Alphamädchen jede Person ist, die sich als weiblich identifiziert und gute Dinge für sich und andere tut, unabhängig von der Lohnarbeit, die sie betreibt, auch wenn es hier natürlich auch darum gehen soll.

Würdest du dich selbst als Alphamädchen bezeichnen?

Ich versuchs. 🙂

Wie sieht deine Zukunft in deiner Vorstellung aus?

Im Idealfall habe ich mindestens drei Hunde, meinen Freunden gehts gut, Spekulationen auf dem Wohnungsmarkt sind verboten und Instagram ist down.

Was sind deine Skills?

Empathie! Ich rieche aus 100 Metern Entfernung, wie es jemandem geht.

Hast du ein Vorbild?

Der Klassiker: Meine Mama. Sie hat in einem Lebensmonat gefühlt mehr Scheiße erlebt als ich in meinem ganzen Leben und hatte trotzdem immer genügend Kraft um sich für andere einzusetzen. Und M.I.A. Keine Künstlerin hat es geschafft, ihren Werten dermaßen konstant treu zu bleiben.

Drei Hashtags, die dich beschreiben?

#cool
#insta
#girl 🙂

Siehst du Frauen eher als Konkurrenz (Stutenbissigkeit), oder als Mitstreiterin?

Es wäre gelogen, zu behaupten, ich hätte das nie erlebt. Gerade mit 16-17 fand ich es schon sehr cool, “one of the boys” zu sein. Zum Glück habe ich dieses Verhalten sehr schnell reflektiert, sodass ich andere Frauen nur als das sehe, was sie sind: andere Frauen.

Welches #Alphamädchen sollten wir deiner Ansicht nach als nächstes vorstellen?

Fatma Aydemir, Ebow, meine Mama 😎

 

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