Niemand muss mir „etwas bieten“ | Teil 2

Nach dem Beitrag gestern haben mich positive und kritische Kommentare erreicht. Teilweise zu Themen, die für mich persönlich schon mehr als klar sind, teilweise hätte ich auf andere Themen mehr eingehen müssen. Ich weiß, dass viele Männer sich diese Versorgerrolle nicht ausgesucht haben, sondern die Gesellschaft ihnen das Gefühl gibt, diesem Bild entsprechen zu müssen. Ansonsten seien sie nicht „männlich genug“ oder „Weicheier“. Sollte die Frau dann auch noch mehr verdienen als der Mann, dann ist er für viele traurigerweise ein kompletter Versager.

Geld ist nicht alles

Außerdem sollte es nicht so rüberkommen, als hätte ich ein Problem mit Menschen, die einen hohen Kontostand aufweisen. Manche haben sich das hart erarbeitet und können wirklich stolz darauf sein, was sie geschafft haben. Ich gönne jedem alles, was er oder sie sich verdient hat. Missgunst zählt nicht zu meinen Charaktereigenschaften. Traurig und armselig ist es für mich, wenn man(n) sich nur über seinen Kontostand und seine materiellen Besitztümer profiliert und definiert. Geld macht meiner Meinung nach niemanden zu einem besseren Menschen oder wertet einen Charakter auf. Beeindrucke mich lieber mit interessanten Betrachtungsweisen, einer eigenen Meinung und daraus resultierenden Handlungen.

Meine innere Einstellung hindert mich daran in die Rolle der Bedürftigen zu schlüpfen. Ich möchte für mich selbst sorgen. Ich brauche keinen Versorger. Das einzige was ich brauche ist eine gleichberechtigte Bezahlung und die Abschaffung des Pay Gaps. Kein Mann sollte sich gesellschaftlich dazu verpflichtet fühlen, dem Geld hinterher rennen zu müssen, anstatt sich selbst zu fragen, worauf er wirklich Wert legt. Wenn es das Haus mit Pool ist, dann bitte! Arbeite darauf hin. Wenn es der ehrenamtliche Job im Flüchtlingsheim ist, dann bitte! Mach das. Andererseits sollte nicht jede Frau als geldgierig abgestempelt werden. Natürlich gibt es Frauen, die gerne einen reichen Mann an ihrer Seite hätten. Doch viele legen mehr Wert auf einen guten Charakter als auf einen hohen Kontostand. Und genau wie dieser Beitrag, ist der Beitrag davor nur meine persönliche Meinung und Ansicht. Es bedeutet nicht, dass jeder meiner Meinung sein muss. Im Endeffekt möchte ich nur Denkanstöße liefern.

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