Niemand muss mir „etwas bieten“

Klischees beeinflussen nicht nur uns Frauen, sondern auch Männer. Das ist allen klar. Wie bitter das manchmal ist, zeigt vor allem, das Selbstbild vieler Männer. Viele haben das Gefühl, dass sie einer Frau „etwas bieten“ müssen, ansonsten bleibt sie nicht lange an ihrer Seite.

Solche Aussagen machen mich wütend und traurig zugleich. Wütend, weil es impliziert wie hilfsbedürftig und materiell Frauen sein sollen. Und traurig, da der Mann Charaktereigenschaften wie Kreativität, Humor, Empathie und viele weitere als wertlos ansieht.

Bedeutet Geld „etwas zu bieten“?

Es gibt nichts was mich mehr abstößt als ein mit Geld protzender Typ. Menschen, die sich über Rolex am Handgelenk und das Auto in der Garage definieren, sind für mich häufig seelisch arm dran. Geld nimmt mich nicht in den Arm, Geld hört mir nicht zu, und Geld macht keinen Charakter besser. Der Kontostand ist bei meiner Partnerwahl so irrelevant.

Ich kann meine Rechnungen bezahlen

Ich kann meine Miete bezahlen und mir mein Essen leisten, auch wenn es am Monatsende manchmal knapp wird. Wenn Freunde mich einladen, dann lade ich sie beim nächsten Mal ein. Ich brauche keinen Versorger von dem ich abhängig bin. Niemanden der mir unnötige Luxusurlaube spendiert. Designerhandtaschen werde ich eh nie tragen, genauso wenig wie Diamantringe. Ich möchte lieber auf den Dächern der Stadt sitzen, Bier trinken und über das Leben reden. Mit einem Designeranzug, Geschenken und Champagner macht das alles nicht so viel Sinn. Biete mir Aufmerksamkeit, Ehrlichkeit, Interesse und Gemeinsamkeiten, anstatt Geld.

Männer löst euch von dem Gedanken der „Versorger“ zu sein. Ich möchte lieber einen „Partner in Crime“ als einen „Sugardaddy“.

 

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